Dienstag, 21. Dezember 2010

Das Leben ist wie eine Reise im Zug: 

Man steigt oft ein und aus, es gibt Unfälle, 
bei manchen Aufenthalten angenehme 
Überraschungen und tiefe Traurigkeit bei 
anderen. Wenn wir geboren werden und in den Zug 
einsteigen, treffen wir Menschen, von denen 
wir glauben, dass sie uns während unserer 
ganzen Reise begleiten werden: unsere 
Eltern. Leider ist die Wahrheit eine andere. Sie 
steigen bei einer Station aus und lassen uns 
ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre 
Freundschaft und Gesellschaft zurück. 
Allerdings steigen andere Personen, die für 
uns sehr wichtig werden, in den Zug ein. Es 
sind unsere Geschwister, unsere Freunde und 
diese wunderbaren Menschen, die wir lieben. 
Manche dieser Personen die einsteigen, 
betrachten die Reise als kleinen 
Spaziergang. 
Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer 
Reise. Und es gibt wieder andere im Zug, die 
immer da und bereit sind, denen zu helfen, die es brauchen. 
Manche hinterlassen beim Aussteigen eine 
immerwährende Sehnsucht. Manche steigen ein, 
und wieder aus, und wir haben sie kaum 
bemerkt. Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, 
die wir am liebsten haben, sich in einen 
anderen Wagen setzen und uns die Reise in 
diesem Abschnitt alleine machen lassen. 
Selbstverständlich lassen wir uns nicht 
davon abhalten, die Mühe auf uns zu nehmen sie zu 
suchen und uns zu ihrem Wagen 
durchzukämpfen. Leider können wir uns manchmal nicht zu 
ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon 
besetzt ist. Macht nichts, so ist die Reise: voll von 
Herausforderungen, Träumen, Fantasien, 
Hoffnungen und Abschieden... 
....aber ohne Rückkehr. Also, machen wir die 
Reise auf die bestmögliche Weise. 
Versuchen wir mit unseren Mitreisenden gut 
auszukommen, und suchen wir das Beste in 
jedem von ihnen. Erinnern wir uns daran, 
dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der 
Gefährten schwanken kann und möglicherweise
unser Verständnis braucht. Auch wir werden 
öfter schwanken und es wird jemanden geben, 
der uns versteht. Das große Mysterium der Reise ist, 
dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen 
werden und genauso wenig wann unsere 
Mitreisenden aussteigen werden, nicht einmal 
der, der gleich neben uns sitzt. 
Ich glaube, ich werde wehmütig sein, wenn 
ich aus dem Zug für immer aussteige..... Ja, das 
glaube ich. Die Trennung von einigen 
Freunden, die ich während der Reise traf, 
wird schmerzhaft sein. Meine Liebsten allein 
zu lassen, wird sehr traurig sein. Aber ich 
habe die Hoffnung, dass irgendwann der 
Zentralbahnhof kommt, und ich habe das 
Gefühl, sie ankommen zu sehen, mit Gepäck, 
dass sie beim Einsteigen noch nicht hatten. 
Was mich glücklich machen wird, ist der 
Gedanke, dass ich mitgeholfen habe ihr 
Gepäck zu vermehren und wertvoller zu machen. 
Ihr meine Freunde, schauen wir darauf, dass 
wir eine gute Reise haben und dass sich am 
Ende die Mühe gelohnt hat. Versuchen wir, 
dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz 
zurücklassen, der Sehnsucht und schöne 
Erinnerungen bei den Weiterreisenden 
hinterlässt.

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